Renovationsprojekte: Energieverbrauch senken – Energieeffizienz steigern: Gebäude von aussen in Zürich am Bahnhofquai
Warum mehr Solarenergie allein nicht reicht

Energieverbrauch senken – Energie-
effizienz steigern

Aktuell verbraucht der Schweizer Gebäudepark jährlich rund 100 Terawattstunden Energie. Das entspricht gut 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Schweiz.[1] Gebäude nicht mehr als Energiefresser zu gestalten, dafür setzt sich verstärkt auch die Fachgruppe Gebäude der aeesuisse ein. Sie weiss: Um die Energiewende in der Schweiz zu schaffen, müssen verschiedene ineinandergreifende Massnahmen getroffen werden.

Gebäude werden beheizt, belüftet, gekühlt. Hinzu kommen Beleuchtung und diverse elektrische Geräte, die Energie benötigen. Der Löwenanteil des Energieverbrauchs der Gebäude, fast drei Viertel, entfällt auf die Wärme (Heizen und Warmwasser). Zusätzlich ist der Gebäudepark auch für rund ein Viertel der jährlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich.
Die jüngst erschienene Broschüre der aeesuisse zeigt neben diesen Fakten auch Handlungsempfehlungen für mehr Nachhaltigkeit auf. Unter dem Titel «Plusenergie & Klimaneutral: Politische Massnahmen für den nachhaltigen Betrieb des Schweizer Gebäudeparks» will die Fachgruppe der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz das Umdenken fördern: Das brachliegende Potenzial im aktuellen Gebäudepark muss besser erschlossen, die CO2-Emissionen im Bereich Gebäude eliminiert und die Solarkraft stärker genutzt werden. «Der Gebäudepark ist ein zentraler Schlüssel zur Realisierung der Energiewende. Mit unserer neu konstituierten Fachgruppe Gebäude und der aktuell lancierten Broschüre leisten wir einen Beitrag, damit das wichtige und beachtliche Potenzial im Gebäudebereich angegangen wird – auch politisch», sagt Stefan Batzli, Geschäftsleiter des Wirtschaftsdachverbands aeesuisse.

Die Kernbotschaften der aeesuisse
Die Gebäude in der Schweiz…
… können 50 TWh Energie einsparen. Das ist die Hälfte des Verbrauchs aller Gebäude der Schweiz
… können klimaneutral betrieben werden
… können mehr Energie gewinnen als sie selber verbrauchen

Die wesentlichen Massnahmen
1. Die Erhöhung der Energieeffizienz
2. Der Ersatz von fossil betriebenen Heizungen
3. Der Zubau von Solarenergie

Im Bereich der Energieeffizienz besteht bei Sanierungen und Neubauten grosses Potenzial. Insbesondere ältere Gebäude weisen grosse Reserven bei der Einsparung von Energie auf. Was sich ausser auf den Ersatz von Elektroheizungen und der Erneuerung der Gebäudetechnik vor allem auch auf die Dämmung von Fassaden inklusive Fenstern, Dach und Keller bezieht. Eine wichtige Rolle spielt hier der Ersatz alter Fenster sowie die Nutzung der passiven Solarkraft.

Ineinandergreifende Massnahmen nötig
Der Schlüssel für die Energiewende liegt demnach für aeesuisse zu einem Teil im massiven Ausbau von Solartechnik auf mindesten 34.5 TWh (möglich sind gemäss aeesuisse 70 TWh Solarenergie jährlich). Zum anderen Teil muss ein effizienterer Verbrauch von Energie erreicht werden, wie durch energetisches Modernisieren. Ohne die energetische Modernisierung werde weiterhin zu viel Energie verbraucht. Zudem könnten Versorgungslücken entstehen, wie etwa im sonnenarmen Winter. Nur wenn der Energieverbrauch sinkt, kann er über die erneuerbaren Energien gedeckt werden. Ein reiner Heizungsersatz beispielsweise zu einer Wärmepumpe ohne energetische Modernisierung führt zu einem ineffizienten Mehrverbrauch von Elektrizität.(2) Insofern macht es Sinn, zuerst mit neuen Fenstern die Effizienz zu steigern. Es gilt den Energieverbrauch zu senken und dadurch die Energieeffizienz zu steigern.

Gemäss einer Studie von Gebäudehülle Schweiz könnten bis 2050 rund 17.3 TWh Strom eingespart werden, wenn die Erneuerungsrate der aktuell eine Million sanierungsbedürftigen Gebäude in der Schweiz von 0.5 Prozent auf mindestens 3.6 Prozent erhöht wird.[2]

Hohes Energiesparpotenzial bei Fenstern
Eine klimaneutrale Gebäudehüllen-Bilanz ist demzufolge ein wichtiges Element für die Erreichung der Klimastrategie.[3] Gemäss Kristina Orehounig, Leiterin der Empa-Forschungsabteilung «Urban Energy System» kann: «alleine durch die Sanierung von Dächern und die Erneuerung von Fenstern bei älteren Häusern der Bedarf an Heiz- und Kühlenergie um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden».[4] Die Energieverluste durch veraltete oder undichte Fenster gehen bis 40 Prozent, je nachdem, welche Verglasung besteht und in welchem Zustand die Fenster sind. Bereits zweifaches Wärmedämmglas sorgt für gute Energieeffizienz und geringere Wärmeverluste. Noch deutlich energiesparender ist eine Dreifachverglasung. Dreifach Isolierglas mit Wärmeschutzbeschichtung und Edelgasfüllung gehört bei 4B zum Standard.
Um die sanierungsbedürftigen Gebäude in der Schweiz in kurzer Zeit mit neuen Fenstern zu bestücken bietet sich die patentierte Renovationslösung RF1 design von 4B an: Minergie zertifiziert hat es als einziges Renovationsfenster in der Schweiz die Energieeffizienzklasse A. Rahmen und Verglasung des Renovationsfensters RF1 design besitzen ein Energiesparpotenzial von bis zu 75 Prozent gegenüber alten Fenstern. Durch das Ersetzen bzw. Sanieren alter Fenster könnte der gesamte Energieverbrauch des Schweizer Gebäudeparks massiv reduziert und als Folge die Energieeffizienz stark gesteigert werden.

Hier können Sie ganz einfach das Energiesparpotenzial Ihrer Fenster errechnen.
Zum Energierechner: https://www.4-b.ch/de/fensterrenovation/energie-sparen/

Die aeesuisse vertritt als Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz die Interessen von 38 Branchenverbänden und 35’000 Unternehmen aus den Bereichen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.

Quellennachweis:

Bild: Tri-Angle Fotografie, Hinwil

[1]  Vgl. aeesuisse Broschüre: «Plusenergie & Klimaneutral: Politische Massnahmen für den nachhaltigen Betrieb des Schweizer Gebäudeparks» Link

[2] Vgl. Gebäudehülle Schweiz: Link

[3] Vgl. Gebäudehülle Schweiz: «Königsweg e+» Link

[4] Vgl. unseren Blogartikel «Energetisch sanieren gemäss Empa» Link Empa ist die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, www.empa.ch