Ein Monteur in einem blauen T-Shirt renoviert das Fenster
Energetisch sanieren gemäss Empa

Die Renovation von Fenstern geht vor

Die neueste Empa-Studie [1] und die Sanierung von Gebäudehüllen in Stichworten

  • Pro Jahr wird nur ein Prozent des schweizerischen Gebäudebestandes saniert
  • Eine durchgehende Erneuerung im Land würde 100 Jahre dauern
  • Dies ist zu langsam, um die Klimaziele des Bundesrats zu erreichen
  • Die Empa-Studie gibt klare Antworten, welche Massnahmen wo sinnvoll sind
  • Alleine durch die Sanierung von Dächern und die Erneuerung von Fenstern bei älteren Häusern kann der Bedarf an Heiz- und Kühlenergie um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden

 

Energetische Gebäudesanierungen – ein rasches Handeln ist gefordert!

Im Mai 2017 haben die Schweizer Stimmberechtigten die Totalrevision des Energiegesetzes zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 gutgeheissen. Um die Energieeffizienz zu erhöhen und den Energieverbrauch zu senken, muss die Sanierungsrate weiter gesteigert und das Potenzial innovativer Anwendungen ausgeschöpft werden.

Private, Unternehmen und öffentliche Hand stehen vor neuen Investitionen. Das eröffnet grosse Chancen für die Gebäudehüllenbranche und auch für das national führende Unternehmen 4B, das zukunftsweisende Fassaden- und Fensterlösungen entwickelt und ihren Kundinnen und Kunden ermöglicht, ökologisch, zuverlässig und nachhaltig zu bauen und renovieren.

Rund 1.8 Millionen Gebäude stehen in der Schweiz und nur ein Prozent dieses Gebäudebestandes wird pro Jahr energetisch saniert. Und dies, obwohl eine einzige Sanierung viel bewirken kann: In einigen Gebäuden sinkt der Wärmebedarf dank besserer Dämmung um mehr als die Hälfte.

Die Erreichung der energie- und klimapolitischen Zielsetzung erfordert deshalb ein rasches und beherztes Handeln. Dafür muss vor allem auch der Gebäudepark der Schweiz einen Beitrag leisten.

Politische Förderprogramme – Wie plane ich meine Sanierung?

Das Gebäudeprogramm[2] unterstützt Hauseigentümer:innen bei der Verbesserung der Wärmedämmung ihres Gebäudes und bei der Anschaffung umweltgerechter Heizungen. Steuerliche Anreize begünstigen umfassende Investitionen in die Gebäudehülle. Die Kantone «geben bei ihren Vorschriften den Anliegen der sparsamen und effizienten Energienutzung sowie der Nutzung erneuerbarer Energien und von Abwärme nach Möglichkeit den Vorrang.» Die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich MuKEn[3], die diese Regelungen beinhalten, werden aktuell schrittweise in den Kantonen umgesetzt. Die Regelung, welche Massnahmen Förderbeiträge erhalten, sind demnach kantonal unterschiedlich.

Für die Hauseigentümer:innen stellt sich die Frage, welche Sanierungsmassnahme überhaupt Sinn macht und sich lohnt? Wann und wo kann ein Unterstützungsgesuch eingereicht werden? Mit dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK[4]) wurde ein schweizweit einheitliches System entwickelt, um den Ist-Zustand von Gebäuden zu analysieren und das Potenzial für Sanierungsmassnahmen zu erkennen. Weil die Berechnung des Sanierungsbedarfs für ein einzelnes Haus viel Rechenaufwand bedeutet, liefert die neueste Empa-Studie[5] einen guten Gesamtüberblick über das Sanierungspotenzial in der Schweiz.

Welche Massnahmen sind nun sinnvoll? – die Reihenfolge des Empa Forscherteams

Die Empa-Forschungsabteilung «Urban Energy Systems» unter der Leitung von Kristina Orehounig forscht an vernetzten Energiesystemen. Ziel ist es, den Energiebedarf und den CO2-Ausstoss von Gebäuden und Quartieren zu senken. Die Entscheidungen, wie der Umbau des Energiesystems ausgestaltet werden soll, wird nun auf eine wissenschaftliche Basis gestellt. Deshalb setzt sich das Empa-Forscherteam aus rund 30 Forschenden unterschiedlicher Disziplinen zusammen: Bauingenieurswissenschaften, Maschinenbau, Elektrotechnik, Architektur und Umwelttechnik. Die neueste Studie bietet neu zusätzlich eine passende Hilfestellung, um Sanierungsmassnahmen in eine zeitlich sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Einzigartig an der Studie ist es, dass sie das Sanierungspotenzial insgesamt definiert und so Aussagen für die ganze Schweiz zulässt. Dafür wurden nationale Datenbanken analysiert und die Gebäude in 50 verschiedene Typen gegliedert. So wurden Gebäude und Gewerbebauten nach Baujahr, Heizungstyp und Anzahl Bewohner sortiert. Ausserdem wurde das Potenzial für die Photovoltaik geprüft. Weil die Sanierungsmethode auch von der Bebauungsdichte abhängt, wurde der Schweizer Gebäudebestand zudem nach Stadt und Land sortiert und in die Analyse einbezogen.

Es lohnt sich, die Erneuerung von Fenstern rasch anzugehen

Nach der Systematisierung der Gebäudetypen berechneten die Empa-Forschenden die lohnenswerten Sanierungsmassnahmen. Dabei zeigte sich, dass in die Erneuerung von Dächern und Fenstern zuerst investiert werden sollte. «Alleine durch die Sanierung von Dächern und die Erneuerung von Fenstern bei älteren Häusern kann der Bedarf an Heiz- und Kühlenergie um 20 bis 30 Prozent gesenkt werden», so Kristina Orehounig. Neben der Gebäudehülle ist der Heizungsersatz die zweite zentrale Massnahme zur Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung[6]. Die Studienergebnisse zeigen, dass mit den vorgeschlagenen Massnahmen die Treibhausgasemissionen im bestehenden Gebäudepark der Schweiz um 60 bis 80 Prozent gesenkt werden können.

Der Fensterersatz als effiziente Einzelmassnahme muss wieder ins Gebäudeprogramm aufgenommen werden

Die neueste Studie der Empa weist nach, dass sich eine Fenstersanierung lohnt und sich niederschwellig umsetzen lässt. Dennoch werden die aktuell zur Verfügung stehenden kantonalen Fördergelder bei weitem nicht abgeschöpft. Dies zeigt, dass die Förderprogramme nicht genügend Anreiz bieten, damit das energetische Verbesserungspotenzial der vielen Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser in der Schweiz genutzt werden. Eine Vereinfachung ist angesagt und eine Wiederaufnahme der Fenstersanierung ins Gebäudeprogramm ist sinnvoll und muss aktiv gefördert werden. Denn eine optimale und effiziente Fenstersanierung leistet einen raschen und wirksamen Beitrag, um die Klimaziele des Bundesrats zu erreichen.

4B Fenster liefern einen aktiven Beitrag an den Klimaschutz

«Wir von 4B möchten die politische Dynamik nutzen und aktiv einen Beitrag zu einer nachhaltigen Schweiz leisten», betont Jean-Marc Devaud, CEO von 4B, «unabhängig, was politisch entschieden wurde. Stillstand ist für uns keine Option, weder klimapolitisch noch unternehmerisch. Wir wollen unseren Weg deshalb konsequent weitergehen». Die neueste Studie der Empa lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken, denn sie liefert die perfekte Grundlage: Die Sanierung der Gebäudehülle und damit auch der Fensterersatz ist die zentrale Massnahme und damit prioritär in der Sanierungsreihenfolge. «Fenstersanierungen sichern uns einen effizienten Umgang mit Energie und lassen sich niederschwellig umsetzen», so Jean-Marc Devaud. 4B, der Schweizer Marktführer für die intelligente Gebäudehülle hat ein patentiertes System für die schonende, schnelle und einfache Renovation von Fenstern entwickelt. «Seit 125 Jahren investieren wir in Innovation und treiben die Entwicklung des Fensters immer weiter voran», so Bodo Gräbner, Leiter Innovation. Die modernen Fenster von 4B werden in der Schweiz entwickelt und hergestellt. Sie sorgen nicht nur für Transparenz und Wohnkomfort, sie produzieren über solare Energiegewinne auch Energie. Mit neusten Technologien lässt sich die Licht- und Wärmedurchlässigkeit von Fenstern intelligent steuern und so im Sommer Überhitzung zu vermeiden.

4B realisiert über 2’000 Projekte für Privatkunden pro Jahr mit einer Kundenzufriedenheit von 98 Prozent. Das bestätigt die Bedeutung und den Erfolg der 4B Renovationslösungen. «Unser System ist schonend, schnell und einfach – die entspannteste Fensterrenovation der Schweiz», wie es Bodo Gräbner nennt.

 

[1]  Empa ist die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt www.empa.ch 

[2] www.dasgebaeudeprogramm.ch

[3] Details zum Umsetzungsstand finden sich hier: https://www.endk.ch/de/dokumentation/gebaude_muken

[4] www.geak.ch

[5] https://doi.org/10.1016/j.enbuild.2019.109569

[6] Vgl. hierzu auch www.erneuerbarheizen.ch und www.waermeinitiative.ch