Alte Fenster verursachen hohe Heizkosten und einen niedrigen Wohnkomfort. Wir sagen Ihnen, wie Sie das Alter Ihrer Fenster herausfinden und welche Vorteile neue Fenster bringen.
Das Alter eines Fensters anhand äusserer Merkmale zu bestimmen ist schwierig. Selbst ausgewiesene Fensterexperten können bisweilen nur erahnen, aus welcher Zeitspanne das Fenster stammt. Einen ersten Anhaltspunkt liefert das Baujahr des Gebäudes. Wer dieses kennt, kann meist auch das Alter der Fenster ermitteln – sofern diese in der Zwischenzeit nicht ausgetauscht wurden. Ist dies der Fall, dann hilft das am Fenster angebrachte Klebeetikett oder Metallschild. Darauf sind u.a. die Typbezeichnung sowie das Baujahr vermerkt. Sind auch hier keine Informationen zu finden, lässt sich das Alter an typischen Merkmalen erkennen:
Mit einem einfachen Test finden Sie heraus, ob Ihre Fensterscheiben beschichtet sind. Nehmen Sie hierzu ein Feuerzeug oder eine Kerze zur Hand. Halten Sie die Flamme direkt vor das Fensterglas. Wird die Flamme in unterschiedlichen Farben darin reflektiert sind die Scheiben beschichtet. Die Anzahl reflektierender Flammen zeigt Ihnen, welche Verglasung verbaut wurde. Sehen Sie z.B. zwei Doppelflammen in der Spiegelung, dann handelt es sich um eine Doppelverglasung.
Auch wenn Ihre Fenster noch top in Schuss sind: Es ist nicht garantiert, dass diese den heutigen Anforderungen an eine moderne Wärmedämmung standhalten. Denn alte Fenster haben oft ein Problem. Sie sind meist undicht und lassen unkontrolliert Luft durch. Besonders in der kalten Jahreszeit wird die Wärme buchstäblich zum Fenster hinaus geheizt. Sei es durch die alten Fensterprofile oder durch das Fensterglas. Mit einem Wärmebild lässt sich dies eindrucksvoll darstellen. Obwohl die Fenster geschlossen sind, kann ungehindert warme Luft durch das Fensterglas hinausströmen – zu sehen an den roten Bereichen im Bild.
Ein weiteres Merkmal für alte Fenster ist Innenkondensat. An und für sich nichts Spezielles – vor allem in den Wintermonaten. Und kurzfristig auch kein Problem. Wenn dieser Zustand aber länger anhält, wird es kritisch. Sowohl für die bestehende Bausubstanz wie auch die eigene Gesundheit. Der Grund: Schimmelpilz. Vor allem feuchte Fensterrahmen aus Holz bieten einen idealen Nährboden für Schimmelsporen. Davon betroffen sind aber oft einfachverglaste Fenster in Altbauten.
Kostenersparnis, Modernisierung und Steigerung der Wohnqualität. Dies sind die meistgenannten Gründe, weshalb sich viele für einen Fensteraustausch entscheiden. Konkret bieten neue Fenster aber weit mehr Vorteile. So weisen neue Fenster eine deutlich bessere Wärmedämmung und erhöhte Schalldämmwerte auf. Wer sich beispielsweise für Schiebefenster entscheidet, gewinnt mehr Platz, da der Fensterflügel nicht in den Raum hinein geöffnet wird. Gleichzeitig lassen die grösseren Glasflächen mehr Licht in den Innenbereich. Hinsichtlich Einbruchschutz bieten neue Fenster bereits im Standard ein solides Sicherheitskonzept, das auf Wunsch auf eine höhere Stufe (RC1, RC2 N, RC2) ausgebaut werden kann. Und auch die Einbindung in die Hausautomation (Smart Home) sowie die Ausstattung mit einem automatischen Lüftungssystem ist bei neuen Fenstern möglich.
Allerdings sollte jedes Renovationsprojekt individuell beurteilt und zuerst das vorhandene Fenster objektiv bewertet werden. Dies geht am besten mit einer professionellen Beratung durch einen Fensterexperten. Im Mittelpunkt stehen dabei das Alter, das verbaute Material, die Optik und die Funktionalität – wie z.B. die Dämmleistung. Und natürlich auch Ihre persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen. Prinzipiell gilt: Fenster ersetzen, die älter als 20 Jahre sind. Dies betrifft meist Fenster aus den Jahren vor 1995.
Als Alternative ist oft auch eine Erneuerung der Dichtungen und Beschläge oder ein Glasersatz möglich. Hier ist aber wichtig zu wissen: Ein Nachrüsten ist nicht immer die sinnvollste Lösung. Ist die Substanz des bestehenden Fensters in einem unzureichenden Zustand, bleibt Ihnen nur noch ein Ersatz der alten Fenster. Auch im Hinblick auf den Aufwand ist eine Fensternachrüstung gut abzuwägen. Oft sind die Kosten höher, als wenn die Fenster komplett ersetzt werden. Hinzu kommt, dass bei neuen Fenstern Update-Funktionen bereits standardmässig integriert sind.
Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, neue Fenster einzubauen, sollten Sie Ihr Renovationsprojekt sorgfältig planen. Denn ein Fenstertausch gehört unbedingt in die Hände eines Profis. Nur so ist sichergestellt, dass sowohl die Fenster als auch der Einbau optimal auf die Bausubstanz Ihres Hauses abgestimmt sind. Doch alles der Reihe nach: Lassen Sie sich von Anfang an durch einen qualifizierten Fensterfachbetrieb beraten. Dies geht am besten direkt bei Ihnen Zuhause. Damit Sie sich optimal auf das Beratungsgespräch vorbereiten können, helfen Ihnen folgende fünf Leitfragen:
Im Gespräch wird die Bausubstanz Ihres Gebäudes beurteilt und gemeinsam nach der richtigen Lösung gesucht – abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Nach dem Gespräch erhalten Sie dann ein klar verständliches Angebot.