5 Tipps für ein ruhiges Zuhause

Schallschutz für Fenster

Unser Alltag ist von Lärm und störenden Geräuschen geprägt. Diese machen auch vor den eigenen vier Wänden meist nicht halt. Fenster sind dabei oft die Schwachstelle, wenn es darum geht den Lärm von draussen abzuschirmen. Mit diesen fünf Tipps sorgen Sie für mehr Ruhe in Ihrem Zuhause.

1. Fenster mit Schallschutzglas einsetzen

Die effektivste Variante gegen Lärm ist ein Fensterersatz. Moderne Schallschutzfenster mit drei Dichtungsebenen und entsprechendem Glas ermöglichen eine Lärmreduktion von bis zu 45 dB. Der subjektiv wahrgenommene Lärm wird dadurch um bis zu 97 % reduziert. Zum Vergleich. Fenster mit einer einfachen oder zweifachen Verglasung haben nur eine Dämmwirkung von 20-35 dB – je nach Alter und Ausführung. An einer viel befahrenen Strasse mit einem Lärmpegel von 75 dB bleibt im Raum somit ein Pegel von 40-55 dB bestehen. Wenn man bedenkt, dass es in einem Schlafzimmer für einen gesunden Schlaf nicht lauter als 25-30 dB sein sollte, ist dieser Pegel auf Dauer ungesund.

Das müssen Sie beim Einbau beachten

Der Einbau von Schallschutzfenstern gehört in Profi-Hände. Denn das beste Schallschutzfenster nützt nichts, wenn es nicht sorgfältig und fachmännisch montiert wird. Achten Sie bei der Wahl Ihres Fensterbauers deshalb auf eine schallschutzkonforme Montage und lassen Sie sich diese im Vorhinein bestätigen. Verlangen Sie ausserdem das entsprechende Schallschutzzeugnis des gesamten Fensterssystems, das bei ihnen verbaut werden soll. Das Schallschutzzeugnis vom Glas alleine ist nicht ausreichend.

2. Fensteranschluss überprüfen und Lücken schliessen

Ein dichter Anschluss der Fenster an den Baukörper ist für einen optimalen Schallschutz von zentraler Bedeutung. Wenn der Anschluss an die Aussenwand nicht professionell ausgeführt wurde, kann Lärm von aussen nach innen dringen. Und nicht nur das: Durch diese undichten Stellen entweicht in der kalten Jahreszeit viel Wärme, was die Heizkosten in die Höhe treibt. Daher sollte der Anschluss durch einen Profi überprüft und bestehende Lücken geschlossen bzw. abgedichtet werden.

3. Alte Gummidichtungen ersetzen

Gummidichtungen von Fenstern werden mit den Jahren platt und porös mit der Folge, dass die Fenster nicht mehr richtig schliessen und Lärm durchlassen. Mit dem sogenannten Papiertest, können die Dichtungen ganz leicht überprüft werden. Dazu wird ein dünnes Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen eingeklemmt und anschliessend bei geschlossenem Fenster herausgezogen. Lässt sich das Papier ohne Widerstand herausziehen, ist das ein Zeichen dafür, dass die Dichtungen und der Anpressdruck nicht mehr richtig funktionieren. In einem solchen Fall wird empfohlen, einen Service an den Fenstern durchzuführen. Dabei werden die Fenster neu eingestellt und bei Bedarf die bestehenden Gummidichtungen durch neue ersetzt.

 

4. Rollladenkasten dämmen

Im Hinblick auf einen effektiven Lärmschutz sollten nebst den Fenstern auch die Rollladenkästen beachtet werden. Denn sind diese ungenügend gedämmt, kann Lärm durch sie fast ungehindert ins innere gelangen. Abhilfe verschafft hier spezielle Rollladenkastendämmung. Sie reduziert nicht nur den Lärm, sondern leistet auch einen Beitrag zum Wärmeschutz. Um die Bestmögliche Wirkung zu erzielen, sollten vorgängig alle Fugen und Risse des Kastens sorgfältig abgedichtet werden.

5. Schalldämmende Vorhänge aufhängen

Eine verhältnismässig günstige Möglichkeit, um den Schallschutz beim Fenster zu verbessern, ist das Aufhängen von Schallschutz- bzw. Akkustikvorhängen. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Vorhang, der besonders dick ist oder aus mehreren Schichten besteht und so für eine schalldämmende Wirkung sorgt. Allerdings darf von einem Schallschutzvorhang keine Wunder bezüglich Lärmreduktion erwartet werden. Dennoch können damit störende Geräusche im hohen und mittleren Frequenzbereich gemindert werden. Gegen tieffrequenten Lärm sind solche Vorhänge indes weniger geeignet.

Schallschutzvorhänge bieten aber noch weitere Vorteile: So schützen Sie unter anderem auch gegen ungewünschte Lichteinstrahlung, leisten einen gewissen Grad an Wärmeschutz und tragen zu einer besseren Raumakustik bei.