Verkaufsleiter Fassaden Fabian Auchli in der Produktionshalle
Interview mit Fassaden-Experte Fabian Auchli

Fenster trifft Fassade: Wir sind mehr als ein Fensterbauer

4B ist im Fensterbau stark etabliert. Neben dem Kerngeschäft wurde in den letzten 25 Jahren eine starke Fassaden-Einheit aufgebaut. Fassadenexperte und Leiter des Beratungsteams, Fabian Auchli, gibt Einblicke in Projekte und die Zukunft des Fassadenbaus.

4B ist im Fensterbau stark verankert. Was unterscheidet eure Fassadenprojekte von klassischen Fensteraufträgen?

Fenster sind oft klar definierte Produkte. Fassaden hingegen entstehen bei 4B ausschliesslich projektbezogen. Ausgangspunkt sind die architektonische Vision und die technischen Anforderungen. Daraus entwickeln wir eine integrierte Lösung mit klaren Zuständigkeiten und hoher Planungssicherheit – von der Planung bis zur Montage. Jedes Projekt ist einzigartig und erfordert eine individuelle Lösung. Ein Standardprodukt gibt es im Fassadenbau nicht und wir schauen uns immer die Gebäudehülle als Ganzes an.

«Eine Fassade ist wie das Kleid eines Gebäudes.»

Faszination Fassade

Aussenansicht mit Lichtreflektion an der Glasfassade Thermoplan

Du bist seit 18 Jahren im Fassadenbereich tätig. Was begeistert dich an diesem Themenfeld?

Besonders fasziniert mich das Zusammenspiel von Technik und Gestaltung. Eine Fassade ist für mich «das Kleid» eines Gebäudes und jedes Detail muss stimmen. Auch die Teamarbeit spielt für mich eine grosse Rolle: Gemeinsam technische und kreative Lösungen zu entwickeln und etwas Schönes entstehen zu lassen, motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Kein Projekt gleicht dem anderen und genau das macht den Reiz aus.

«Kein Projekt gleicht dem anderen, das macht den Reiz aus.»

Vom Entwurf zur Umsetzung

Verkaufsleiter Fassaden Fabian Auchli blickt von Innen nach Aussen durch ein Fassadenelement

Wie läuft ein Fassadenprojekt bei 4B typischerweise ab?

Am Anfang stehen zwei Schlüsselfragen: Was möchte der Architekt? Und: Welche technischen Anforderungen muss die Gebäudehülle erfüllen? Gemeinsam mit Architekten und Fachplanern entwickeln wir eine Lösung, die Vision und Technik zusammenführt.
Nach der Konzeptphase folgen die detaillierte Ausführungsplanung und die Produktion im eigenen Werk in Hochdorf. Mit zwei eigenen Produktionsstrassen für Fassadenelemente gewährleisten wir maximale Prozesssicherheit und höchste Qualität – von der Produktion bis zur Montage auf der Baustelle.

«Wenn Planung, Produktion und Montage ineinandergreifen, entsteht eine Fassade mit langfristiger Qualität.»

Welche Projekte sind dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?

Zum einen sicherlich der SIS Campus in Schattdorf, ein Objekt das wir in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn verwirklicht haben. Als innovative Lösungen konnten wir dort schaltbare Gläser in der Fassade einbauen. Ein besonderes Highlight ist für mich das Kinderspital Zürich, eines der grössten und anspruchsvollsten Pfosten-Riegel-Projekte in Holz-Metall-Bauweise der Schweiz. Es war der Startschuss für viele weitere Grossprojekte. Bei dem Ausbau des Firmensitzes von Thermoplan in Weggis, Luzern war ich sehr stark involviert. Es war unser erstes Projekt, das mit IDP abgewickelt wurde.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit im Fassadenbau – insbesondere der Werkstoff Holz?

Holz hat heute im Fassadenbau einen festen Platz und ist Teil unserer DNA. Ursprünglich kommt unsere Fassadenabteilung aus dem Metallbau. In den letzten 25 Jahren konnten wir umfangreiches Know-how und ein einzigartiges Team im Holzfassadenbau aufbauen. Holz gewinnt sowohl ökologisch als auch gestalterisch stark an Bedeutung. Themen wie ReUse, Materialkreisläufe und CO₂-Bilanz werden immer wichtiger. Gerade im Spital- und Gemeindebau zeigt sich, wie sehr Holz zur Atmosphäre und zum Wohlbefinden beiträgt.

«Holz ist nicht nur nachhaltig – es beeinflusst auch, wie sich Menschen in Gebäuden fühlen.»

Wie wird sich der Fassadenbau weiterentwickeln? 

Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema, muss aber auch wirtschaftlich tragfähig sein. Die steigende Nachfrage nach Holz und hybriden Lösungen zeigt, dass sich der Markt in diese Richtung bewegt. Digitale Prozesse, intelligente Fassaden und individuelle Lösungen werden meiner Meinung nach weiter an Bedeutung gewinnen. Die Zukunft liegt in ganzheitlichen Konzepten und der Kombination verschiedener Werkstoffe.

 

Welche Rolle siehst du für 4B?

4B nimmt hier eine führende Rolle ein: Swiss made, innovative Technik, ganzheitliche Projektbetrachtung und ein starkes Team bilden die Basis. Mit dem Ausbau weiterer Fassadenlinien investieren wir gezielt in den Produktionsstandort Schweiz und in unsere Fähigkeit, auch komplexe Grossprojekte umzusetzen. Besonders exemplarisch sind unsere zwei Grossprojekte in Luzern und Wolhusen. Bis Ende 2026 realisieren wir für das Luzerner Kantonsspital Gebäudehüllen, die unsere DNA widerspiegeln: In Luzern als Gesamtanbieter mit Fenstern, Holz- und Fassadenbau aus einer Hand, in Wolhusen mit innovativen Pfosten-Riegel-Lösungen in Holz-Metall und Metall. Der Spitalbau wird uns auch in den kommenden Jahren sicher weiter intensiv begleiten.