Innen Ansicht, Küche, Esszimmer eines Holzhaus mit 4B Fenster.

Ganzheitlich nachhaltig

Jomini Zimmermann Architekt:innen aus Zürich haben in Altendorf ein Mehrgenerationenhaus realisiert, das im Einklang mit der regionalen Baukultur steht und konsequent aus lokalen, klimagerechten Materialien wie Holz, Lehm, Naturfasern und Naturstein errichtet wurde. Das kreislauffähige, ökologische Konzept wurde durch Holz-Metall-Fenster von 4B komplettiert.

In der Gestaltung des Gebäudes liessen sich die Architekt:innen von den traditionellen Holzhäusern der Region inspirieren. Das geknickte Satteldach sowie die seitlich angeordnete Laube greifen diese Bautradition auf und interpretieren sie zeitgemäss. Ziel war es, eine Architektur mit hoher räumlicher und atmosphärischer Qualität zu schaffen. Im Zentrum des Projekts stand dabei ein pragmatisches Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie: Energie, Ressourcen und finanzielle Mittel sollten möglichst effizient und sparsam eingesetzt werden.

Drei Wohneinheiten

Das Haus bietet Platz für drei Wohneinheiten und ist auf zwei bis drei Generationen derselben Familie ausgelegt. Ergänzt wird das Wohnprogramm durch einen kleinen Hofladen sowie eine Hofküche für die solidarische Landwirtschaft, die von der Familie betrieben wird. Die Hofküche fungiert zugleich als Gemeinschaftsküche für alle Bewohner:innen. Im Untergeschoss befinden sich Lagerräume, während der Estrich Raumreserven für zukünftige Generationen bereithält.

Entsprechend den historischen Bauernhäusern der Umgebung ist die Tragstruktur des Mehrgenerationenhauses als einfacher Holzrahmenbau konzipiert und mit robotergestampften Holzlehmdecken ausgeführt. Der nichttragende Stampflehm zwischen den Holzrippen verbessert den Brand- und Schallschutz und sorgt für einen ausgeglichenen Temperatur- und Feuchtigkeitshaushalt. Die Kombination von Holz und Lehm wirkt zudem luftreinigend. Das grosszügige Dach dient darüber hinaus der Strom- und Wärmeerzeugung.

Aussenansicht eines Holzhauses mit 4B Fenster.

Materialität und Raumklima

Aufwendig gestaltete sich die Behandlung der Fassade: Das verwendete Fichtenholz wurde mit der japanischen Yakisugi-Technik vorgebrannt und anschliessend geölt. Die Fassade ist dadurch ohne chemische Behandlung witterungsbeständig und emittiert keine Schadstoffe.
In dieses ganzheitlich nachhaltige und auf mehrere Generationen ausgerichtete Architekturkonzept fügen sich auch die Holz-Metall-Fenster harmonisch ein. Insgesamt wurden 50 Rahmen des Fenstertyps NF1 contur von 4B verbaut: Innen sorgt Holz für eine warme, natürliche Atmosphäre, während aussen eine Metallschale zuverlässig vor Witterungseinflüssen schützt und eine lange Lebensdauer gewährleistet.

Das Neubaufenster NF1 überzeugt durch ein geradliniges Design mit klarer Linienführung. Hohe Qualitätsstandards, sehr gute Werte in den Bereichen Sicherheit und Schallschutz sowie hervorragende Dämmwerte unterstreichen das technologisch ausgereifte Konzept und tragen wesentlich zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Der Fenstertyp NF1 contur zeichnet sich durch Rahmen und Flügel mit Tiefenoptik sowie eine schlanke Mittelpartie von nur 94 mm aus. Auf Wunsch wird das Fenstersystem aus FSC®-zertifizierten Hölzern (FSC C003205) gefertigt. Beim Mehrgenerationenhaus von Jomini Zimmermann Architekt:innen wurden die Fensterrahmen aussen farblos eloxiert und innen in Fichte mit naturbelassener Oberfläche ausgeführt.
Ein weiterer Pluspunkt in Bezug auf Nachhaltigkeit: Die Fenster wurden in der Zentralschweiz am Hauptsitz von 4B produziert und gelangten über kurze Transportwege zur Baustelle.