Firmengebäude Thermoplan
Partnerschaft seit 20 Jahren

Thermoplan, Weggis

Es gehört zur Firmenphilosophie der Thermoplan AG, Massstäbe zu setzen. Das spiegelt sich auch im Stammhaus des Unternehmens in Weggis wider, für das die Architekten der Aldoplan AG einen zukunftsweisenden Ausbau entwarfen.

Beim ersten Teil, einem neuen Hightech Shuttle-Lager, konnte sich 4B bei der Planung und Umsetzung der Fassade erneut in enger Zusammenarbeit beweisen – wie schon bei sämtlichen bestehenden Gebäuden auf dem Firmenareal. Die Thermoplan AG erweitert ihren Sitz in Weggis mit diversen Neubauten, um einer wachsenden Nachfrage gerecht zu werden und in Zukunft ein weiteres Standbein im Bereich Medizinaltechnik zu realisieren. Dabei folgt sie der Vision des Firmengründers, den Anspruch der Firma auch in ihrem Erscheinungsbild zu vermitteln: Thermoplan stellt bei den eigenen Produkten hohe Anforderungen an Technologie, Handhabung und Design. Architektonisch sollte sich das von Beginn an unter anderem in modernen Bauten aus Glas und Metall zeigen. Schon seit der Entstehung des ersten Gebäudes ist 4B in diesen Prozess eingebunden – inzwischen seit mehr als 20 Jahren. Für die Zukunft ist es Thermoplan wichtig, die Automation und Effizienz der internen Abläufe zu steigern. Bevor ein neues Produktions- und ein weiteres Verwaltungsgebäude umgesetzt werden, wurde daher zuerst ein neues, hochmodernes Shuttle-Lager erstellt.

Tempo und Effizienz

Unterdessen flitzen rund 100 Waren-Shuttle über die gut neun Kilometer Förderstrassen des neuen Lagers – autonom, in vier Gassen. Nach der digitalen Eingangs- und Warenkontrolle läuft die gesamte Logistik in dem neuen Shuttle-Lager vollautomatisch. Auf 23 Ebenen und 41’000 Tablaren werden bis zu 7500 verschiedene Artikel gelagert und bei Bedarf bewegt. Darunter sind Elemente für den Zusammenbau von Komponenten wie für die Montage der Kaffeemaschinen. Auch Ersatzteilbestellungen werden über die Shuttles abgewickelt. Das Gebäude für die hochmoderne Logistikdrehscheibe entstand unmittelbar beim bestehenden Werk, mit dem es durch eine neue Passerelle verbunden ist. Auf der anderen Seite grenzt es an einen Sportplatz. Der hier ansässige Fussballklub erhielt mit dem Neubau gleichzeitig ein neues Clubhaus: Gut ein Sechstel des langgestreckten Baukörpers planten die Architekten spezifisch als zweigeschossiges Sport- und Vereinsgebäude. Gesamthaft ruht der Bau wegen der speziellen Bodenbeschaffenheit auf 160 tief in den Boden getriebenen Pfählen. In der betonierten Sockelzone unter der Lagerhalle entstanden 50 neue Parkplätze. Der gesamte Neubau (Länge 80 m, Breite 18 m, Höhe 15 m) entstand in nur drei Monaten.

 

Portraitfoto Vadian Metting van Rijn

«Ich schätze die Qualität und Perfektion im Detail der Fassaden. Die Kompetenz in der Planung und Ausführung ist grossartig.»

Vadian Metting van Rijn Architekt HTL / Inhaber Aldoplan AG

 

Industrielle Eleganz

Das Innere des neuen Distributionscenters ist von Geschwindigkeit und Effizienz bestimmt. Dagegen strahlt das äussere Erscheinungsbild der Halle eine Klarheit und Ruhe aus, die wenig über die industriellen Abläufe im Inneren verrät: Eine elegante, geschlossene Metallfassade sorgt für den optimalen Schutz der empfindlichen Güter. Genauer handelt es sich um 2250 m2 einer hinterlüfteten 3 mm Alublechfassade aus eloxierten Permalux P1 Kassetten, geplant, gebaut und montiert von 4B. Das matte Aluminiumblech ergibt eine hochwertige Industriefassade. Die Vorteile des Materials liegen in einer wartungsfreien und pflegeleichten Oberfläche, die zudem farbbeständig ist. Gleichzeitig vermittelt es den hohen Qualitätsanspruch von Thermoplan nach aussen und fügt sich fliessend in das bestehende Gebäudeensemble ein. Daran hat auch die neu entstandene Passerelle ihren Anteil, über die das Lager mit dem vollverglasten benachbarten Werk verbunden wurde. Die inzwischen 15-jährige Fassade des Werks 5 wurde wie bereits die weiteren Fassaden auf dem Gelände von 4B erstellt. Für eine nahtlose Verbindung der zweistöckigen Passerelle musste der bestehende Baukörper erst geöffnet werden. Dafür wirkt die Glasbrücke aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion heute wie ein natürlicher Teil der Werkhalle. Für einen optimalen Komfort in dem Glasbau wurde dieser mit versteckten Lüftungsklappen zum Öffnen versehen.

Eigenständiges Clubhaus

Das Clubhaus des FC Weggis wiederum ist ein unabhängiger Anbau. Er ist etwas niedriger als die Lagerhalle und soll sich durch eine eigene Gestaltung auch sichtbar davon abheben. Seine zwei Vollgeschosse ruhen auf einem zurückversetzten Erdgeschoss, das damit ringsum eine überdachte Terrasse erhält. Diese Ebene ist zudem vollverglast, sodass sie den einladenden Gemeinschaftsteil des Vereinshauses bildet. Die raumhohe Verglasung wurde von 4B in einer Pfosten- Riegel-Konstruktion aus Aluminium erstellt. In den beiden oberen Geschossen kamen insgesamt 400 m2 einer hinterlüfteten Fassade mit Trespa-Platten – bedruckbare Kunstharzplatten – sowie Fenster aus Kunststoff-Metall von 4B zum Einsatz. Beim neu erstellten Clubhaus des FC Weggis kam es darauf an, eine beständige und dennoch eigenständige Lösung zu finden. Wie Fabian Auchli, Leiter Verkauf Fassaden bei 4B, erklärt, ist es grundsätzlich «eine spezielle Herausforderung bei diesem stetig wachsenden Gebäudeensemble von Thermoplan, dass alles aus einem Guss wirkt». Die unterdessen seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit gestaltet sich allerdings nach seinen Angaben schon partnerschaftlich, daher seien auch jeweilige Eingriffe an den Bestandbauten im Plan inbegriffen.

Clubhaus Thermoplan

Eine eigenständige und zugleich gut integrierte Lösung: Beim Clubhaus sind die Pfosten-Riegel-Glasfassade im Erdgeschoss und eine hinterlüftete Fassade aus Blech und Trespa-Platten in Kombination mit Kunststofffenstern von 4B perfekt aufeinander abgestimmt.