Die neue Holzheizung von 4B spart pro Jahr rund 220’000 Liter Heizöl ein. Zum Vergleich: Das entspricht ca. 44’000 5-Liter Giesskannen. Dabei benötigt sie weder Gas noch Öl. Sie wird mit unseren Holzresten aus der Fensterproduktion betrieben. Das Resultat: sie erzeugt die gesamte Energiemenge, die über das Jahr am Standort Hochdorf benötigt wird. Absolut nachhaltig und auf Spitzenleistungen ausgerichtet. Dank einem ausgeklügelten System.

Nachhaltig heizen ohne Öl und Gas

Zwei grosse Holzheizkessel mit einer maximalen Leistung von je 700 kW erzeugen genügend Heizenergie für die ganze 4B Infrastruktur in Hochdorf, bestehend aus 31’600 m2 Produktionsfläche und zwei Bürogebäuden von rund 8’970 m2. Kein einziger Tropfen Öl wird benötigt und auch kein Gas wird verbrannt. Brennmaterial sind trockene Hackschnitzel und Holzabschnitte aus der Fensterproduktion. Mit der Unterschubfeuerung werden die Hackschnitzel unter sehr hohen Temperaturen verbrannt. Pro Jahr sind das ca. 500 Tonnen und daraus lassen sich rund 2’500 Megastunden Wärmeenergie gewinnen. Damit würden sich rund 110 Einfamilienhäuser beheizen lassen.

Holz für eine neutrale CO2-Bilanz

Mit unseren Produkten setzen wir seit Jahren auf den natürlichen Rohstoff Holz. Denn Holz ist ein nachwachsender, Rohstoff und CO2-neutral. Das bedeutet, dass beim Wachstum eines Baumes gleich viel CO2 aufgenommen und als Sauerstoff wieder an die Atomsphäre abgegeben wird, wie später beim Verbrennungsprozess des Holzes entsteht. Die CO2-Bilanz von Holz ist somit ausgeglichen. Deshalb haben wir uns bei der Wahl der Heizenergiegewinnung für eine Holzfeuerungsanlage entschieden.

Warum ein neues Heizungssystem?

Mit dem Bau der neuen Produktionshalle von rund 4800m2 ist auch der Bedarf an Heizleistung angestiegen. Um weiterhin mit der bestehenden Heizanlage ohne jegliche Erweiterung auszukommen, wurden drei grosse Wasserspeicher mit je 125'000 Liter Fassungsvermögen installiert. Das Wasser stammt aus dem Leitungsnetz der Gemeinde Hochdorf. Vor der Befüllung der Tanks wurde das Wasser enthärtet, damit sich keine Verkalkungen bilden. Da sich das Wasser in einem geschlossenen Kreislauf befindet, muss es nicht erneuert werden.

So funktioniert sie

Die Verbrennungswärme aus den Hackschnitzeln heizt das Wasser in den drei riesigen Tanks auf und kann so gespeichert und kontinuierlich, je nach Bedarf, wieder an die verschiedenen Heizkreisläufe abgegeben werden. Mit diesem ausgeklügelten Wärmespeichersystem können die beiden Heizkessel bei tieferen und vor allem eher gleichbleibenden Temperaturen betrieben werden. Ineffiziente Spitzenlasten der Kessel, die ausserdem deren Lebensdauer verkürzen und den Wirkungsgrad der Feinstaubfilter negativ beeinflussen, können so auch bei tiefen Aussentemperaturen vermieden werden. Das Hochfahren der Kessel auf Höchstleistung, gerade am Wochenanfang, wird zukünftig entfallen. Durch die grossen Speichertanks kann im Sommer zudem die Heizung abgeschaltet werden. Während dieser Jahreszeit wird die Abwärme im grossen Kompressorraum mittels Wärmetauscher genutzt.

Reduktion von Feinstaub

Die grösste Herausforderung bei grossen Holzfeuerungsanlagen bleibt der Feinstaubanteil im Rauchgas. Ungefiltert ist dieses Gas für die Umwelt schädlich. Die anfallenden Rauchgase werden daher mit einem grossen elektrostatischen Partikelfilter für Biomassenfeuerungen gereinigt, bevor sie in die Luft gelangen. Die regelmässige Rauchgasmessung durch eine spezialisierte Firma garantiert die Einhaltung der Grenzwerte aus der Luftreinhalte-Verordnung (LRV). Die Asche aus der Holzverbrennung wird vorschriftsmässig entsorgt.

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12.06.2017 244x gelesen