Alte Fenster gehören zu den grössten energetischen Schwachstellen eines Gebäudes. Bis zu einem Viertel der Heizenergie kann ungehindert durch sie entweichen. Hinzu kommt, dass durch zusätzliches heizen der CO2-Ausstoss des Gebäudes deutlich ansteigt. Ein Austausch kann dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und den Wohnkomfort zu steigern. Und ganz nebenbei wird auch noch die Umwelt entlastet. Wer seine Fenster ersetzen will, sollte sich das Vorhaben jedoch gründlich überlegen. Denn eine Fensterrenovation kann auf zwei Arten erfolgen – mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Wechselrahmen oder Vollrahmenersatz – was ist die bessere Lösung?

Wer sich für eine Fensterrenovation entscheided, hat zwei Systeme zur Auswahl: Wechselrahmen oder Vollrahmenersatz. Bei einem Wechselrahmen wird ein speziell geformter neuer Rahmen auf den bestehenden geschraubt. Dies bringt sowohl Zeit- wie auch Kostenvorteile mit sich. Der Einbau dauert in der Regel nur eine Stunde pro Fenster und erfolgt nahezu staub- und lärmfrei. Auch in puncto Folgekosten kann das Wechselrahmensystem auftrumpfen. Da sich der bestehende Fensterrahmen weiterhin nutzen lässt, muss nichts herausgerissen werden. Dies garantiert eine schonende und saubere Montage ohne weitere Baukosten.

Anders bei der zweiten Variante. Bei einem Vollrahmenersatz wird der alte Rahmen komplett herausgetrennt und ein neues Fenster montiert. Dies ermöglicht äusserst schlanke Konstruktionen und einen grösseren Glasanteil. Dadurch kann sich der Lichteinfall in den Wohnräumen enorm steigern. Ein wesentlicher Nachteil ist allerdings die generell höheren Beeinträchtigungen durch den grösseren baulichen Aufwand. So benötigen versierte Monteure für den Einbau rund eineinhalb Stunden pro Fenster. Beim Einbau ensteht zudem deutlich mehr Staub und Lärm. Und bei unsachgemässer Demontage des alten Rahmens kann die Wand beschädigt werden. Die Folgen: Zusätzliche Reparaturen durch Maurer, Gipser und Maler. Auch preislich unterscheiden sich die beiden Varianten. So ist ein Vollrahmenersatz rund 15 Prozent teurer als ein Wechselrahmen.

Welche Sanierungsvariante für das eigene Zuhause die bessere ist, hängt von den Bedürfnissen des Bauherren im Renovationsprojekt ab. Wenn nur die Fenster getauscht werden, lohnt sich in der Regel der Einbau von Wechselrahmen. Ist hingegen eine umfassende Sanierung geplant (inkl. Fassade), empfehlen Experten das Vollrahmensystem.

Wechselrahmen nur bei einwandfreien alten Rahmen

Wer sich für einen Fensterersatz mit Wechselrahmen entscheidet, kann während der gesamten Montagezeit und ohne Einschränkungen Zuhause bleiben. Zudem kann der Austausch zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden – also auch in den kälteren Monaten des Jahres. Dabei ersetzen die Monteure laufend immer nur ein Fenster nach dem anderen. Ein Auskühlen der Wohnräume wird dadurch weitgehend vermieden –die Fenster sind für maximal 30 – 45 Minuten offen. Damit das Wechselrahmensystem aber zur Anwendung kommen kann, muss der alte Rahmen in einem guten Zustand sein. Ist er durch Schimmel oder Feuchtigkeit beschädigt, bleibt nur noch der Vollrahmenersatz.

Lichtverlust durch Rahmenwechsel

Einem Wechselrahmensystem wird vielfach angelastet, dass die Fensterscheiben etwas kleiner ausfallen. Der Grund? Durch die Montage auf dem bestehenden Rahmen wird mehr Platz benötigt. Entsprechend ist ein gewisser Lichtverlust in Kauf zu nehmen. Aber auch Themen wie Bauanschluss und Wärmedämmung werden beim Wechselrahmen oft negativ betrachtet. Meist erweisen sich diese Bedenken aber als falsch. Wie im Fall des Renovationsfensters RF1 von 4B. Beim RF1 ist oft ein Lichtgewinn möglich. Dank der schmalen Fensterkonstruktion und der schlanken Mittelpartie von lediglich 94 mm. Dadurch gelangt spürbar mehr Tageslicht ins Innere. Kommt hinzu, dass der ursprüngliche Rahmen vor der Montage leicht zurückgeschnitten wird. So werden auch bezüglich Rahmen optimale Lichtwerte erreicht. Und mit den intelligent platzierten Dichtungen steht der Baunschluss demjenigen eines Vollrahmens in nichts nach.

Neue Fenster für mehr Wohnqualität

Die Lebensdauer eines Fensters beträgt etwa 25 bis 30 Jahre. Je nach Belastung, Gebrauch und Pflege. Doch nach einem Vierteljahrhundert entsprechen Fenster oft nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik – speziell im Bereich der Wärmedämmung. Egal wie gut alte Fenster noch aussehen mögen, raten Experten zu einer Sanierung. Für viele Eigenheimbesitzer ist dies meist eine einmalige Sache. Mit der Produktwahl und den bevorstehenden Bauarbeiten sind sie aber häufig überfordert. Es lohnt sich daher, den Rat eines Spezialisten einzuholen und sich die verschiedenen Möglichkeiten erläutern zu lassen. Denn: Eine Fensterrenovation ist eine langfristige Investition. Neue Fenster aus Holz-Metall sorgen für mehr Wohnqualität und Komfort. Egal ob es sich um einen Wechselrahmen oder um ein Vollrahmenersatz handelt. Mit einer 3-fach-Isolierverglasung bieten sie bestmögliche Energieeffizienz und schützen gleichzeitig gegen Einbruch und Lärm. Das sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Nicht zuletzt ist ein modernes Holz-Metall-Fenster aussen witterungsbeständig und erfordert keine Unterhaltsarbeiten wie z. B. periodisches Streichen wie bei reinen Holzfenstern.

Fünf Tipps zum Fenstertausch

  1. Partner
    Wer einen Fensterersatz plant, sollte auf Profis setzen. Das macht sich in der Qualität der Produkte bemerkbar und erspart viel Aufwand. Seriöse Fensterbauer begleiten ihre Kunden durch das gesamte Projekt: Von der individuellen Beratung vor Ort bis hin zur Montage der neuen Fenster bieten sie alles aus einer Hand an. Zudem verfügen Sie über Ersatzteile und gewährleisten die Fenster-Wartung auch lange nach dem Kauf.

  2. Offerte
    Holen Sie von verschiedenen Fensterherstellern ein individuelles Angebot ein und vergleichen Sie diese genau. Gute Partner garantieren meist eine Fensterrenovation zum Fixpreis.

  3. Referenzen
    Verlangen Sie Referenzen – vor allem bei wenig bekannten Firmen – und prüfen Sie diese sorgfältig.

  4. Vertrauen
    Der Einbau von Fenstern ist Vertrauenssache. Doch nicht alle Fenster werden auch von den Herstellern oder Lieferanten direkt eingebaut. Die beste Qualität wird erreicht, wenn der Fensterhersteller auf eigene Montageteams setzt. Sie sind bestens ausgebildet und sind mit dem eigenen System vertraut.

  5. Planung
    Eine detaillierte und professionelle Planung verkürzt die Montagezeit beachtlich. Sind zusätzliche Storen- und Spenglerarbeiten erforderlich, kann ein professioneller Fensterbauer mit seinem guten Handwerkernetzwerk vor Ort die Koordinationsarbeiten übernehmen.

 

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Keine Angst vor dem Fensterersatz

Die Lebensdauer eines Fensters beträgt etwa 30 Jahre. Das bedeutet: Die meisten Hausbesitzer werden mit dem Thema Fensterersatz mindestens einmal konfrontiert. Wer nun Schreckensbilder von herausgerissenen, klaffenden Wänden vor Augen hat, kann jedoch beruhigt sein. Fenster lassen sich auch sanft und schonend ersetzen. Eine spezielle Lösung macht es möglich.

Clever und nachhaltig Fenster nachrüsten

Clever und nachhaltig Fenster nachrüsten

Alte Fenster müssen nicht immer gleich ersetzt werden. Mit raffinierter Technik können Fenster im Handumdrehen wieder fit gemacht werden. Wir erklären Ihnen die Möglichkeiten sowie die Vor- und Nachteile eines Fensterservices.

Was bringen neue Fenster?

Was bringen neue Fenster?

Wer neue Fenster und Balkontüren einbauen lässt, steigert automatisch die Lebensqualität in seinem Zuhause. Denn moderne Fenster verfügen über einen besseren Schallschutz und tragen zu einem rundum sicheren Wohngefühl bei. Das kann Familie Brändli aus dem Kanton St. Gallen bestätigen. Sie haben mit 4B ihre alten Fenster ersetzt. Wie sie die Fensterrenovation erlebt und welche Vorteile ihnen die neuen Fenster gebracht haben, hat uns Ramona Brändli im Interview erzählt.

Mehr laden

Das Fragen unsere Kunden

Fensterersatz
Renovation
Montage

Dieser Artikel wurde verfasst von

12.07.2019 141x gelesen