Eingangsbereich des neuen Kinderspitals in Zürich

Zusammenarbeit mit Herzog & de Meuron: Präzision, Know-how und Vertrauen

Zum ersten Mal arbeitete die 4B AG mit dem international bekannten Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron zusammen. Ein anspruchsvolles Projekt, das höchste architektonische, technische und logistische Anforderungen mit sich brachte. Andreas Burkart (Leiter Abwicklung Fassaden) gab uns Einblicke in die Zusammenarbeit, die Herausforderungen und die Erfolgsfaktoren dieses besonderen Bauvorhabens.

Warum Herzog & de Meuron auf 4B setzte

Ausschlaggebend für die Wahl von 4B war das langjährige Know-how im Bereich Pfosten-Riegel-Fassaden aus Holz. Zahlreiche Referenzen in diesem anspruchsvollen Segment unterstrichen die Kompetenz des Unternehmens. Ein weiterer entscheidender Faktor war die Rolle von 4B als Gesamtanbieter: Fenster und komplette Fassadenlösungen konnten aus einer Hand geliefert werden.

Nicht zuletzt hinterliess auch die Produktionsfläche in Hochdorf einen bleibenden Eindruck. Nur wenige Anbieter sind in der Lage, ein Auftragsvolumen in dieser Grössenordnung termingerecht und in gleichbleibend hoher Qualität umzusetzen.

Klare architektonische Vorstellungen, präzise Umsetzung

Herzog & de Meuron traten mit sehr konkreten und klaren Vorstellungen an das Projekt heran, insbesondere hinsichtlich der architektonischen Wirkung und der finalen Optik der Fassade. Diese Visionen wurden von 4B technisch umgesetzt.

Dank des langjährigen Know-hows innerhalb des Unternehmens verliefen Herstellung und Bereitstellung der Elemente effizient und strukturiert. Auch funktionale Aspekte wie Nutzungsvereinbarungen waren von Beginn an klar definiert und bekannt.

Mockup als Schlüssel zum Erfolg

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war der Bau eines Mockups direkt im Werk von 4B. Dieses diente dazu, die hohen Qualitätsansprüche an Materialien und Ausführung gemeinsam mit den Architekten festzulegen und verbindlich freizugeben.

Darüber hinaus ermöglichte das Mockup interne Prozessoptimierungen: Kleine Anpassungen konnten frühzeitig vorgenommen werden, was sich später in der Serienproduktion als grosser Vorteil erwies. Bei der gemeinsamen Abnahme erhielten die Architekten zudem einen umfassenden Einblick in die internen Abläufe, von den einzelnen Arbeitsschritten bis hin zum fertigen Bauteil.

Holzfassade des Kinderspitals in Zürich

Herausforderungen auf der Baustelle

Eine der grössten Herausforderungen war das enorme Volumen des Projekts. Teilweise waren bis zu 15 Monteure gleichzeitig über mehrere Stockwerke hinweg im Einsatz. Hinzu kamen anspruchsvolle Wetterbedingungen sowie ein komplexer Bauablauf.

Besonders herausfordernd war der Einbau der Fassadenelemente aus Vollholz in einen Rohbau. Um die Gebäudehülle schliessen zu können, liess sich dieser Ablauf nicht anders gestalten, mit allen damit verbundenen Risiken und Anforderungen. Logistisch wurde konsequent auf Just-in-Time-Lieferungen gesetzt, da auf der Baustelle kaum Lagerflächen zur Verfügung standen.

Das Bild zeigt eine grosse Fensterfront in einem Zimmer im Kinderspital in Zürich. Das Fenster ist ein NF1 von 4B

Koordination als Erfolgsfaktor bei Grossprojekten

Der Bau eines Spitals ist im Vergleich zu andern Bauten hochkomplex und erfordert eine enge Abstimmung zwischen den zahlreichen Beteiligten. Die Koordination der Schnittstellen mit anderen Gewerken stellte dabei eine der grössten Herausforderungen dar.

Durch wöchentliche Bausitzungen wurde der Bauablauf laufend abgestimmt, koordiniert und bei Bedarf korrigiert. Diese kontinuierliche Kommunikation erwies sich als zentraler Erfolgsfaktor für den reibungslosen Projektverlauf.

Die Zusammenarbeit zwischen 4B und Herzog & de Meuron war geprägt von klaren Vorstellungen, gegenseitigem Vertrauen und hoher Professionalität. Das Projekt zeigt eindrücklich, wie wichtig Erfahrung, präzise Planung und enge Koordination bei Grossbauvorhaben sind – und wie aus anspruchsvollen Anforderungen gemeinsam überzeugende Lösungen entstehen.